Elektrolokomotive Ae 4/4 251

AussenaufnahmeInmitten der Kriegswirren des zweiten Weltkriegs erschuf die heimische Industrie eine grosse Innovation. Für die BLS konstruierte die BBC in Zusammenarbeit mit der SLM die erste laufachslose Hochleistungslokomotive der Welt. Die Bauart war wegweisend für die fortschreitende Lokomotiventwicklung und wird noch heute mit dem gleichen Grundprinzip angewendet. Heute käme kein Hersteller mehr auf die Idee ein anderes Konstruktionskonzept zu entwerfen.

Im November 1944 wurde die Ae 4/4 251 von der SLM ausgeliefert und sofort durch die BLS ausgiebig getestet. Die Ae 4/4 251 wurde 1947 sogar in Österreich auf der Arlberg- und Tauernstrecke vorgeführt. Dieser Lokomotivtyp war eine Universalmaschine, welche sich gut vor Schnell-, Personen- und auch schweren Güterzügen einsetzen liess. 2002 entschied sich die BLS, die Ae 4/4 251 als historische Lokomotive der Nachwelt zu erhalten. Sie stand jedoch noch bis Ende 2004 infolge Lokmangels im Plandienst, bis die fehlende Sicherheitseinrichtung die Lokomotive zur Abstellung zwang. Fortan konnte man sie nur noch vor wenigen Extra- und Charterzüge beobachten, bis schliesslich 2008 anlässlich des Jubiläums „100 Jahre RSHB“ ihr letzter Einsatz anstand und die Ae 4/4 251 anschliessend abgestellt wurde.

Als Leihgabe ist die Elektrolokomotive Ae 4/4 251 seit 2013 beim Verein EXTRAZUG.CH. Der Verein hat nun in Zusammenarbeit mit der BLS-Stiftung diese Pionierlokomotive für das Jubiläum “100 Jahre Lötschbergbahn 1913-2013″ betriebsfähig hergerichtet und ist seither wieder für Extrafahrten schweizweit einsetzbar.

Wie es mit der Ae 4/4 im 2019 weitergehen wird ist unsicher. Die notwendige Zwischen- untersuchung, welche uns bewogen hat die Lok an die BLS zurückzugeben, wird noch grösser als wir bereits vermutet haben. Nicht einmal die BLS ist sich im Moment sicher, ob sie die notwendigen Finanzen aufbringen kann oder die Lok abgestellt werden muss.

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